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Wir haben ein Exemplar aus einer früheren Epoche als dem hier betrachteten. Diese Weste, die aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert stammt, ist in einem sehr schlechten Zustand. Glücklicherweise sind einige Details erhalten geblieben, und dank des Futters ist das Grundmuster noch erkennbar.
Im Vergleich zu den verschiedenen Beispielen aus dem 19. Jahrhundert, die wir bereits gezeigt haben, ist das Muster, insbesondere die Proportionen, bemerkenswert gut. Das Armloch ist deutlich weiter als bei späteren Exemplaren. Außerdem hat es eher eine Tropfenform als das symmetrische Oval der Beispiele aus dem 19. Jahrhundert. Ein wesentlicher Unterschied zu den Beispielen aus dem 19. Jahrhundert besteht darin, dass das Futter die eigentliche Struktur des Kleidungsstücks bildet und das Vorderteil auf den fertigen Oberstoff aufgenäht ist.
Die Knopflöcher sind außen mit einem gedrehten Kordelrechteck eingefasst. Dieselbe Kordel findet sich auch an den Vorderkanten sowie an der Kante und Naht der Taschenpaspel. Die Knöpfe sind aus Holz und mit dem Oberstoff bezogen.
Die Rückseite besteht aus einer einzelnen Leinenlage, alle Nähte sind doppelt gefaltet und sauber verarbeitet. Die Taillenweite wurde mit einem einzigen Bindebandpaar (nicht mehr vorhanden) verstellt.
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Die Seitenansicht zeigt die Armausschnittform sowie die Proportionen des Schnittmusters. Der Armausschnitt ist deutlich weiter als bei späteren Beispielen. |